Auftakt Inklusion! Wege für eine inklusive Kulturarbeit in Chemnitz

Am 5. Dezember 2018 kamen im All in Cafe der Bürgerinitiative Chemnitzer City e.V. etwa 30 Vertreterinnen und Vertreter von Kultureinrichtungen des Kulturraumes, VertreterInnen der Behinderten(selbst)hilfe und Interessierte zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung zusammen, um sich über Wege und Perspektiven einer inklusiven Kulturarbeit im Kulturraum zu verständigen. Neben Fachimpulsen, wie Inklusion verstanden und umgesetzt werden kann, gaben Berichte von Kulturakteurinnen und -akteuren facettenreiche Einblicke in die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Umsetzung einer inklusiven Kulturarbeit.

Dem Auftakt folgen weitere Veranstaltungen zur Vertiefung des Themas. Informationen dazu finden Sie in unserem Terminkalender.

Im Folgenden finden Sie das Programm. Durch klicken auf die Programmpunkte, können Sie die Beiträge direkt einsehen.

Links vier A4-Blätter mit den Fragen worum sollte es bei Inklusion gehen: 1. Zugang, 2. Teilhabe, 3. Chancengerechtigkeit, 4. Selbstbestimmung. Rechts die Frage um wen sollte es bei Inklusion gehen: 1. Menschen mit Beeinträchtigung 2. Menschen mit Teilhabeerschwernissen, 3. Alle
Rechts im Bild Ferenc Czák. Links im Bild eine Mitarbeiterin des Kulturamtes.
Ferenc Czák eröffnet den Auftakt © Andrea Regu

Grußwort

Ferenc Czák
Leiter des Kulturbetriebes der Stadt Chemnitz

Vorstellung der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich

Johanna von der Waydbrink und Andrea Regu
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
Landesverband Soziokultur Sachsen

Einführungsvortrag Inklu… Was

Tina Hölzel
Leiterin, Zentrum für inklusive politische Bildung

Inklusion ist nicht nur in der Gesellschaft, sondern besonders auch im Kulturbereich ein immer häufiger verwendeter Begriff. Und doch besteht oft Unsicherheit darüber, was Inklusion eigentlich meint und was es für die eigene Arbeit bedeutet. Der Einführungsvortrag von Tina Hölzel macht ein Angebot dazu, sich entlang fünf zentraler Fragen dem Inklusionskonzept zu nähern, eine eigene Vorstellung zu entwickeln und einen ersten Blick auf mögliche Konsequenzen für die eigene Praxis zu werfen.

Inklusionsentwicklung im Kulturbetrieb aus der Perspektive von Kulturbesucherinnen und Besuchern mit Behinderung

Norbert Richter
Fachberater, Scouts – Gebärdensprache für Alle
Vortrag in Deutscher Gebärdensprache mit Simultanübersetzung

Aus der Perspektive des Kulturbesuchers und Vermittlers berichtet Norbert Richter über seine Erfahrungen in unterschiedlichen Kulturinstitutionen und macht Vorschläge, wie Kulturbetriebe Zugänge für Menschen mit Behinderung verbessern können.

Kunst- und Kulturfestival Begehungen
„Barrieren im Visier“

Gabi Reinhardt
Begehungen e.V. Chemnitz

Die Begehungen sind ein Kunst- und Kulturfestival, welches mittlerweile seit 14 Jahren in Chemnitz alte und leerstehende Räume mit einem bunten Kunst- und Kulturprogramm bespielt – familienfreundlich und inklusiv.

Echo Lot – Eine Annäherung an das Unsichtbare der Orte

Birgit Leibner und Ursula Steinbrich
Bürgerinitiative Chemnitzer City e.V.

Echo | Lot ist ein künstlerisches Projekt in Chemnitz. Chemnitzer BürgerInnen mit und ohne Sehbehinderung untersuchen seit Oktober 2017 Orte in der Stadt Chemnitz. Diese Orte wurden von den TeilnehmerInnen aus verschiedenen Gründen ausgewählt, weil sie ihnen viel bedeuten. Die TeilnehmerInnen sind ExpertInnen des Unsichtbaren. Was die Orte ihnen bedeuten liegt jenseits des Sichtbaren. Das möchten sie mit anderen BürgerInnen der Stadt Chemnitz und mit BesucherInnen teilen.

Traumkonzert

Petra Liebetrau
Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung
Stadt Chemnitz

„Man muss Liedtexte nicht lesen, Noten, Instrumente nicht sehen oder anfassen und auch Rhythmus nicht hören können, um traumhaft zu musizieren.“ Mit diesem Motto zieht der gemeinsame Musikabend von Menschen mit und ohne Behinderungen seit 2011 aller zwei Jahre immer mehr ZuschauerInnen in seinen Bann. Das Traumkonzert ist ein inklusives Highlight im Veranstaltungskalender der Chemnitzer Stadthalle.