- Datum
- 5.5.2026 10:00 Uhr - 13:00 Uhr Anmeldeschluss: 20.4.2026
- Ort
- Online via ZOOM
Anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich (Basis)
Qualifizierungsreihe Prozess Inklusion!
Dieses Basisseminar findet im Rahmen der Qualifizierungsreihe Prozess Inklusion! statt. Die Reihe besteht aus Basis- und Aufbauseminaren zu den Themen Inklusionsverständnis, Programm, Kommunikation, Personal und richtet sich an Kulturtätige aus diesen Arbeitsbereichen.
Seminarbeschreibung
Kulturelle Institutionen sind häufig von Arbeitsstrukturen geprägt, die sich an Normen von Effizienz, Flexibilität und permanenter Verfügbarkeit orientieren. Diese Erwartungen können behinderte und chronisch kranke Menschen ausschließen oder nachhaltige Arbeitsbedingungen erschweren. Das Seminar beschäftigt sich mit Ableismus im Arbeitskontext von Kulturinstitutionen und fragt, wie Produktions- und Präsentationsprozesse barrierefreier gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen Perspektiven aus der Disability-Community, darunter Crip Time als Kritik normativer Zeitstrukturen sowie Aesthetics of Access, bei der Barrierefreiheit als Teil künstlerischer Praxis verstanden wird. Darüber hinaus geht es um Access Requirements – also individuelle Barrierefreiheitsbedarfe – und darum, wie diese in Arbeits- und Produktionsprozesse einbezogen werden können, etwa durch Instrumente wie Access Rider. Gemeinsam reflektieren die Teilnehmenden bestehende Arbeitsweisen und entwickeln Ansätze für eine anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich.
Lernergebnis
Am Ende des Seminars kennen die Teilnehmenden:
- zentrale Formen von Ableismus im Arbeitskontext von Kulturinstitutionen
- das Konzept Crip Time und seine Bedeutung für Zeitstrukturen und Arbeitsorganisation
- das Konzept Aesthetics of Access (Zugangsästhetik) und seine Rolle in künstlerischen Produktions- und Präsentationsprozessen
- Möglichkeiten, Access Requirements (Barrierefreiheitsbedarfe) in Arbeitsprozesse einzubeziehen, beispielsweise durch Instrumente wie Access Rider
Referent*innen
Agnieszka Habraschka arbeitet als Access Manager*in und Dramaturg*in und Berater*in zu Barrierefreiheit, Aesthetics of Access (insbesondere Relaxed Performance) und anti-ableistischen Arbeitsstrukturen im Kulturbereich. In Workshops und Schulungen verbindet Agnieszka Perspektiven aus Disability Studies mit praktischer Erfahrung aus künstlerischen Produktionsprozessen und institutioneller Kulturarbeit.
Zielgruppe
- Fachkräfte aus Kultureinrichtungen bzw. Kulturprojekten mit Personalverantwortung, z.B. Dramaturg*innen, Regisseur*innen, Intendant*innen, Geschäftsführer*innen, Kurator*innen, Kulturvermittler*innen, die im operativen und strategischen Personalmanagement, Personalsachbearbeiter*innen, Personalverwaltung, sowie Personal- bzw. Betriebsräte, Schwerbehindertenvertretung
Teilnahmegebühr
- Die Teilnahme an dem Workshop ist für sächsische Kulturakteur*innen kostenfrei.
- Für Teilnehmer*innen aus anderen Bundesländern erheben wir einen Teilnahmebeitrag von 90,00 EURO
Barrierefreiheit der Veranstaltung
- Das Seminar findet in einer entspannten und wertschätzenden Atmosphäre statt. Die Kamera kann während der Vortragsphasen je nach Wohlbefinden an- oder ausgeschaltet bleiben. Es sind regelmäßige Pausen von mindestens 15 Minuten eingeplant, und Sie können sitzen oder liegen – so, wie es für Sie angenehm ist.
- Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Anmeldung mit, welche Bedarfe Sie in Bezug auf die Barrierefreiheit der Veranstaltung haben z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen, frühzeitige Zusendung von Unterlagen, besondere Unterstützung bei der Nutzung der Technik
- Die Veranstaltung wird via ZOOM angeboten. Unter anderem stehen folgende Barrierefreiheitsfunktionen zur Verfügung: Screenreader‑Unterstützung, vollständige Tastaturbedienung, anpassbare Anzeigeoptionen (z. B. Schriftgröße im Chat und in Untertiteln), Live‑Untertitel und Transkriptionsfunktionen sowie Spotlight‑ und Multi‑Pin‑Optionen, mit denen z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen dauerhaft sichtbar bleiben können.
- Weitere Informationen zur Barrierefreiheit bei ZOOM erhalten Sie über ZOOM Barrierefreiheits FAQs
Kontakt
Matthias Franke
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Alaunstr. 9 | 01099 Dresden
T: 0351 – 802 17 69 | E: inklusion@soziokultur-sachsen.de
Web: www.inklusion-kultur.de
Förderhinweis
Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V., wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.