Leichte und Einfache Sprache

Mit Leichter und Einfacher Sprache sind Texte und Sprache einfacher zu verstehen.

Leichte Sprache

Von Leichter Sprache profitieren vor allem Menschen mit Lernschwierigkeiten. Für diese Zielgruppe wurde die Leichte Sprache ursprünglich entwickelt. Die wichtigsten Informationsangebote sollten deshalb auch in Leichter Sprache zur Verfügung stehen. Leichte Sprache bedeutet, dass Texte und Sprache einfach zu verstehen sind. Dazu sollen einfache und kurze Wörter sowie kurze Sätze mit einfachem Satzbau verwendet werden. Auf Fremdwörter sollte man verzichten und stattdessen Wörter verwenden, die bekannt sind. Inhalte sollten sinnvoll durch Absätze und Überschriften strukturiert werden. Außerdem gehören zu jedem Text in Leichter Sprache auch entsprechende Bilder, die den Text veranschaulichen. Für Leichte Sprache gibt es festes Regelwerk. Daher ist es empfehlenswert, sich an professionelle Übersetzungsbüros zu wenden, die die diese Regeln kennen und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten zusammenarbeiten. Die Texte in Leichter Sprache werden von Menschen mit Lernschwierigkeiten auf Verständlichkeit überprüft.

Einfache Sprache

Einfache Sprache ist komplexer als Leichte Sprache. Die verwendeten Wörter dürfen schwieriger sein, längere Sätze und Nebensätze sind erlaubt. Es müssen nicht nach jedem jedem Satzzeichen Absätze eingefügt werden. Im Gegensatz zur Leichten Sprache gibt es für die Einfache Sprache kein festes Regelwerk. Nichtsdestotrotz, auch hier gilt:  Fremdwörter vermeiden oder erklären, klare Textstruktur mit sinnvoller Gliederung z.B. Aufzählungen. Einfache Sprache kommt vielen Menschen zu Gute. Neben Personen, die nicht gut Deutsch sprechen z.B. Touristen, hilft Einfache Sprache auch funktionalen Analphabeten* und Menschen mit einer Lese- Rechtschreibschwäche.

*Analphabetismus liegt vor, wenn ein Mensch keine Lese- bzw. Schreibkenntnisse erworben hat. Dies nennt man auch natürlicher Analphabetismus. Funktionaler Analphabetismus beschreibt die Relation zwischen tatsächlich bestehender Lese- und Schreibkompetenz und (gesellschaftlich) notwendiger bzw. erwarteter Kompetenz. Bundesweit sind etwa 7,5 Millionen Menschen betroffen. Weitere Informationen dazu siehe Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung unter
www.alphabetisierung.de