Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich organisiert Veranstaltungen wie beispielsweise Fachtage, Weiterbildungen oder Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen. Hier finden Sie eine Dokumentation der vergangenen Veranstaltungen.
Das Seminar vermittelt praxisnahe Kompetenzen für eine reflektierte und differenzierte Kommunikation über Behinderung. Teilnehmende analysieren eigene Kommunikationsmuster, hinterfragen implizite Botschaften und entwickeln ein präziseres Verständnis vielfältiger Zielgruppen. Ziel ist eine klarere, sensiblere und zugleich zielgruppenorientierte Ansprache, die Stereotype vermeidet und institutionelle Kommunikation nachhaltig verbessert.
Anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich (Basis)
Das Seminar beschäftigt sich mit Ableismus im Arbeitskontext von Kulturinstitutionen. Im Fokus stehen Crip Time, Aesthetics of Access und der Umgang mit Access Requirements in künstlerischen Produktionsprozessen. Die Teilnehmenden reflektieren bestehende Arbeitsstrukturen und entwickeln Ansätze für eine barrierefreie und anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich.
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Basis)
In diesem Seminar wird ein diskriminierungskritischer Blick auf Kuration und Vermittlungsarbeit gerichtet. Was bedeutet es, Inklusion bei der Programmplanung einer Kultureinrichtung von Anfang an konsequent mitzudenken? Wie wirkt sich ein inklusionsorientierter Ansatz auf Inhalte, Zugänge, Vermittlungsmethoden und Arbeitsweisen aus? Die Teilnehmenden analysieren ableistische Strukturen und Narrative und hinterfragen tradierte ästhetische Normen im Kulturbetrieb.
Von der Sichtbarmachung der Unsichtbarkeit – die künstlerische Position von Ronja Sommer
Viele Künstler*innen mit Behinderung suchen Ausdrucksformen für ihre Erfahrungen und hinterfragen dabei gesellschaftliche Strukturen. Die Dresdner Künstlerin Ronja Sommer macht das Unsichtbare sichtbar: von Zwangsarbeiter*innen bei Radio Mende bis zu NS-„Euthanasie“-Verbrechen. In der Veranstaltung stellt sie ihre Recherche vor und diskutiert Zugänge zu diesen Themen.
Der Workshop vermittelt Grundlagen inklusiver Kunst- und Kulturpraxis. Er klärt zentrale Begriffe wie Inklusion, Diversität und Teilhabe, erläutert Modelle von Behinderung sowie rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und thematisiert Barrieren. Reflexionseinheiten helfen, eigene Haltungen und Strukturen zu hinterfragen und Handlungsspielräume für mehr Barrierefreiheit in der eigenen Organisation zu entwickeln.
Strategie & Sprache. Strategisch sichtbar: Zielgruppenkommunikation mit Haltung
Der Workshop „Strategie & Sprache“ vermittelt Grundlagen für eine konsistente und glaubwürdige Kommunikationsstrategie im Umgang mit Inklusion. Im Mittelpunkt stehen Sprach- und Bildwelten, die Stereotype vermeiden und neue Narrative eröffnen. Gemeinsam entwickeln wir Ziele, Formate und Tonalitäten, die unterschiedliche Zielgruppen klar und respektvoll ansprechen.
Die Veranstaltung ist eines von mehreren Modulen einer Workshop-Reihe, die aufeinander aufbauen.
Zielgruppen verstehen. Menschen mit Behinderung – oder: Wen meinen wir eigentlich?
Der Workshop „Zielgruppen verstehen“ lädt dazu ein, die Vielfalt der Lebensrealitäten und Selbstbezeichnungen von Menschen mit Behinderung kennenzulernen. Gemeinsam reflektieren wir Zuschreibungen, analysieren unterschiedliche Perspektiven und entwickeln erste Impulse für eine Kommunikation, die differenziert bleibt und zugleich neue Anschlussmöglichkeiten eröffnet.
Die Veranstaltung ist eines von mehreren Modulen einer Workshop-Reihe, die aufeinander aufbauen.
Runder Tisch für Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen
Veranstaltung
Datum
8.12.2025
10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Ort
Online und Dresden
Anbieter
Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen (KCS) und Servicestelle Inklusion im Kulturbereich (SIK)
Beim Runden Tisch treffen sich Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung und chronischen Krankheiten, die in Sachsen leben oder arbeiten. Die Veranstaltungen finden mehrmals im Jahr statt und bieten einen geschützten Raum, um über die eigene künstlerische Arbeit und aktuelle kulturelle Themen zu sprechen. Auch Fragen der Professionalisierung und Strategien im Umgang mit Diskriminierung können hier besprochen werden.
Theater und Performance aus Tauber und hörender Perspektive
Weiterbildung
Datum
4.12.2025 - 5.12.2025
Anmeldeschluss: 7.11.2025
Ort
LOFFT - DAS THEATER, Leipzig
Anbieter
Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig, Servicestelle Inklusion im Kulturbereich und LOFFT-DAS THEATER
„Der Workshop „Selbstbild & Außenbild“ lädt zur Reflexion darüber ein, wie Organisationen über Behinderung sprechen und welche Bilder sie nach außen tragen. Gemeinsam untersuchen wir Kommunikationsmaterialien, machen unbewusste Botschaften sichtbar und entwickeln Strategien für eine differenzierte, respektvolle Öffentlichkeitsarbeit.
Die Veranstaltung ist eines von mehreren Modulen einer Workshop-Reihe, die aufeinander aufbauen.
Crip Time und Access Rider – Bedarfe von Mitarbeitenden mit Behinderung verstehen und abklären
Teilnehmende lernen das Konzept Crip Time von Alison Kafer kennen und entwickeln ein Verständnis im Umgang mit Access Ridern von behinderten Künstler*innen. Diese Veranstaltung richtet sich an Kulturschaffende mit und ohne Behinderung.
Der Kulturbetrieb steckt oft genug in einem festen zeitlichen Korsett. Die Zeit, die Kulturakteur*innen und Künstler*innen für die Umsetzung der kulturellen und künstlerischen Vorhaben brauchen, ist jedoch sehr individuell. Das gilt insbesondere für Menschen mit Behinderung, einer chronischen Erkrankung oder Neurodivergenz. Wie diese „Crip Time“ im Kulturbereich geltend gemacht und eingeplant werden kann, ist Inhalt des Workshops. Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Personen, die sich als Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung identifizieren.
Runder Tisch für Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen
Weiterbildung
Datum
8.9.2025
14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Ort
Online und Dresden
Anbieter
Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen (KCS) und Servicestelle Inklusion im Kulturbereich (SIK)
Beim Runden Tisch treffen sich Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung und chronischen Krankheiten, die in Sachsen leben oder arbeiten. Die Veranstaltungen finden mehrmals im Jahr statt und bieten einen geschützten Raum, um über die eigene künstlerische Arbeit und aktuelle kulturelle Themen zu sprechen. Auch Fragen der Professionalisierung und Strategien im Umgang mit Diskriminierung können hier besprochen werden.
Präsentation der Broschüre zur kuratorischen Praxis im Kontext von Behinderung
Wir haben etwas zu feiern, und zwar die Veröffentlichung unserer Broschüre „Die Unbekannten. Ideen für eine kritische kuratorische Praxis im Kontext von Behinderung“. Dazu laden wir alle Kulturakteur*innen und Interessierte herzlich ein. Die Broschüre, verfasst von der Kuratorin und Kunstvermittlerin Dr. Kate Brehme, zeigt Kurator*innen, wie sie einen zeitgemäßen und zugangsorientierten kuratorischen Ansatz in Bezug auf Behinderung entwickeln können.
AKTION MENSCH e.V. – Fördermöglichkeiten für Kulturprojekte
Veranstaltung
Datum
12.6.2025
10:00 Uhr - 12:00 Uhr
Ort
Online via ZOOM
Anbieter
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich und Grundsatzreferat, Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Der Workshop stellt Fördermöglichkeiten für inklusive Kulturarbeit vor, speziell das Programm der Aktion Mensch. Es unterstützt Projekte, die Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen. Zielgruppe sind gemeinnützige Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Referent ist Daniel Bulski von Aktion Mensch.
In dieser Weiterbildung werden relevante Förderprogramme für inklusive Kulturarbeit präsentiert. Neben den Programmen „Fonds Soziokultur“, „Kultur macht stark“ und der Förderrichtlinie „Selbstbestimmte Teilhabe“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales werden Tipps zur Antragstellung und Förderbeispiele vorgestellt.
Abschlusstreffen 2024/25 zur Prozessbegleitung für Inklusionsorientierte Organisationsentwicklung in Kultureinrichtungen
Das Abschlusstreffen ist Teil der Prozessbegleitung für Inklusionsorientierte Organisationsentwicklung in Kultureinrichtungen. Es dient der gegenseitigen Vorstellung der Ergebnisse und dem kollegialen Austausch. Bei Bedarf werden Experteninputs und Praxisbeispiele für die Veranstaltung angefragt werden. Die Veranstaltung richtet sich an alle Mitarbeiter*innen der an der Prozessbegleitung teilnehmenden Kultureinrichtungen.
Ob Festivals, Lesungen, Theater- oder Ausstellungsprojekte: Kultureinrichtungen realisieren zahlreiche Veranstaltungen im Jahr und möchten dabei die individuellen Bedürfnisse der Zielgruppen wie etwa Menschen mit Behinderung berücksichtigen. Wie in der Veranstaltungsorganisation Barrierefreiheit und Inklusion von der Planung bis zur Durchführung berücksichtigt werden können, erfahren Sie in diesem Seminar.
Persönliches Budget und Persönliche Assistenz für Kulturakteure und Künstler*innen mit Behinderung
Künstler*innen mit Behinderung stehen im Kulturbetrieb oft vor großen Herausforderungen. Der alltägliche Umgang mit Barrieren erfordert Organisationsaufwand, Zeit und Kosten und erschwert die künstlerische Arbeit erheblich. Eine Lösung bietet das Persönliche Budget, mit dem Künstler*innen mit Behinderung individuelle Assistenzleistungen finanzieren können. Im Workshop erklären wir, was das Persönliche Budget ist und welche Anwendungsmöglichkeiten es für Künstler*innen mit Behinderung gibt.