- Datum
- 24.6.2026 14:30 Uhr - 17:30 Uhr Anmeldeschluss: 16.6.2026
- Ort
- Online via ZOOM
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Aufbau)
Qualifizierungsreihe Prozess Inklusion!
Dieses Aufbauseminar findet im Rahmen der Qualifizierungsreihe Prozess Inklusion! statt. Die Reihe besteht aus Basis- und Aufbauseminaren zu den Themen Inklusionsverständnis, Programm, Kommunikation, Personal. Die Teilnahme an diesem Seminar setzt voraus, dass Sie bereits das entsprechende Basisseminar besucht bzw. vergleichbare Vorkenntnisse haben.
Seminarbeschreibung
In diesem Seminar vertiefen wir anti-ableistische und aktivistische Konzepte, die für Kuration und Vermittlung im Kulturbereich relevant sind. Wir beziehen sie konkret auf die eigene Praxis und diskutieren anhand von praxisnahen Beispielen, wie Zugänglichkeit als Teil der eigenen kuratorischen und programmatischen Entscheidungen mitgedacht werden kann. Der Fokus liegt dabei auf den drei Themenbereichen Aesthetics of Access, Cripping Up & Tokenismus sowie der Reflexion von Machtfragen. In diesem Seminar geht es nicht um die Vermittlung nachträglich hinzugefügter Barrierefreiheits-Maßnahmen oder um das vorrangige Adressieren von behinderten Menschen als Publikum, sondern um das Überwinden eines naiven und paternalistischen Inklusionsverständnisses. Die kritische Haltung soll zu konkreten Maßnahmen und Entscheidungen in der eigenen Kultureinrichtung führen. In einem geschützten Rahmen können sich die Teilnehmenden gegenseitig Feedback geben, unterstützen und voneinander lernen.
Lernergebnis
Am Ende des Seminars kennen die Teilnehmenden:
- Zentrale Begriffe wie Aesthetics of Access, Cripping Up und Tokenismus
- ein vertieftes Verständnis von inklusionsorientierter Kulturarbeit
- Ansätze, um Programme und Vermittlungsformate aus einer anti-ableistischen Perspektive zu reflektieren und zu gestalten
- Möglichkeiten, wie Barrierefreiheit und Access als künstlerische und kuratorische Praxis von Beginn an mitgedacht werden können
Referent*innen
Annika Jakobs (sie/ihr) studierte Angewandte Theaterwissenschaft sowie Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis und arbeitet als Access-Dramaturgin und -Beraterin mit Schwerpunkt in den darstellenden Künsten. Von 2023 bis 2025 war sie im Büro für Teilhabe und Utopie am Theater der Jungen Welt Leipzig tätig und leiteten u.a. das inklusive Tanz- und Theaterfestival für junges Publikum TURBO 2025.
Dirk Sorge ist bildender Künstler, Kulturvermittler und Berater zu Barrierefreiheit und Inklusion im Kulturbereich. Er hat für verschiedene Museen in Sachsen und Berlin gearbeitet, Vermittlungsformate entwickelt und durchgeführt. Dirk Sorge ist Gründungsmitglied von Berlinklusion, einem Kollektiv, das sich für die aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Kunst und Kultur einsetzt.
Zielgruppe und Teilnahmebedingungen
- Fachkräfte aus Kultureinrichtungen bzw. Kulturprojekten mit Tätigkeitsschwerpunkt in Programm (Kuration, Dramaturgie, Regie, Bildung und Vermittlung, o.ä.), die bereits das Basisseminar Programm besucht oder vergleichbare Vorkenntnisse haben
- Folgendes im Basisseminar Programm vermitteltes Wissen wird für die Teilnahme am Aufbauseminar vorausgesetzt: Ableistische Narrative und Darstellungen von Behinderung in Kunst und Kultur, verschiedene Formen nachgeordneter Barrierefreiheit (z.B. Audiodeskription / Audioguides, DGS-Dolmetschung, Übersetzungen in Leichte Sprache)
Teilnahmegebühr
- Die Teilnahme an dem Workshop ist für sächsische Kulturakteur*innen kostenfrei.
- Für Teilnehmer*innen aus anderen Bundesländern erheben wir einen Teilnahmebeitrag von 90,00 EURO
Barrierefreiheit der Veranstaltung
- Das Seminar findet in einer entspannten und wertschätzenden Atmosphäre statt. Die Kamera kann während der Vortragsphasen je nach Wohlbefinden an- oder ausgeschaltet bleiben. Es sind regelmäßige Pausen von mindestens 15 Minuten eingeplant, und Sie können sitzen oder liegen – so, wie es für Sie angenehm ist.
- Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Anmeldung mit, welche Bedarfe Sie in Bezug auf die Barrierefreiheit der Veranstaltung haben z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen, frühzeitige Zusendung von Unterlagen, besondere Unterstützung bei der Nutzung der Technik
- Die Veranstaltung wird via ZOOM angeboten. Unter anderem stehen folgende Barrierefreiheitsfunktionen zur Verfügung: Screenreader‑Unterstützung, vollständige Tastaturbedienung, anpassbare Anzeigeoptionen (z. B. Schriftgröße im Chat und in Untertiteln), Live‑Untertitel und Transkriptionsfunktionen sowie Spotlight‑ und Multi‑Pin‑Optionen, mit denen z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen dauerhaft sichtbar bleiben können.
- Weitere Informationen zur Barrierefreiheit bei ZOOM erhalten Sie über ZOOM Barrierefreiheits FAQs
- Das Tool Mentimeter ist für Screenreader und Sprachausgaben nicht vollständig barrierefrei. Informationen zur Barrierefreiheit des Tools finden Sie hier https://www.mentimeter.com/de-DE/accessibility. Wir achten bei der Nutzung des Tools auf diese Hinweise. Sollten Sie in der Vergangenheit bereits auf Barrieren bei der Nutzung gestoßen sein, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir eine andere Lösung finden.
- Google Docs ist mit Screenreadern grundsätzlich nutzbar und bietet verschiedene integrierte Funktionen zur Unterstützung von Nutzenden mit Behinderungen (z.B. Screenreader Unterstützung, Tastaturnavigation, Braille Anbindung, Vergrößerung, Voice Typing). Aktuelle Informationen zur Barrierefreiheit der Google Docs Editoren (inkl. Google Docs) finden Sie hier: https://support.google.com/accessibility/answer/16454276 Wir achten bei der Nutzung des Tools auf diese Hinweise und gestalten unsere Dokumente so barrierearm wie möglich, zum Beispiel durch strukturierte Überschriften, sprechende Linktexte und Alternativtexte für Bilder. Sollten Sie auf Barrieren stoßen, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir gemeinsam eine andere Lösung finden.
Kontakt
Matthias Franke
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Alaunstr. 9 | 01099 Dresden
T: 0351 – 802 17 69 | E: inklusion@soziokultur-sachsen.de
Web: www.inklusion-kultur.de
Förderhinweis
Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V., wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.