- Datum
- 28.9.2026 10:00 Uhr - 13:00 Uhr Anmeldeschluss: 13.9.2026
- Ort
- Online via ZOOM
- Anbieter
- Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
Künstlerische Positionen von Katrin Bittl und Zorka Lednárová im Gespräch mit Dr. Kate Brehme
Inhalt
Viele Künstler*innen mit Behinderung entwickeln Ausdrucksformen, die ihre Erfahrungen sichtbar machen. Ihre Praxis ist politisch: Sie hinterfragt Strukturen, macht Zusammenhänge erfahrbar und eröffnet neue Formen der Vermittlung. Körperliche Bedarfe bringen oft eigene zeitliche Rhythmen mit sich, die den künstlerischen Prozess prägen. Daraus entstehen erweiterte Formen des Ausdrucks, die neue Kommunikationswege eröffnen und Begegnungen ermöglichen, die sonst kaum zustande kämen. Kunst wird so zu einer erweiterten Sprache für Teilhabe, Austausch und Sichtbarkeit.
Die unterschiedlichen Lebens- und Ausbildungswege von Katy Bittl und Zorka Lednárová spiegeln sich in zwei eigenständigen künstlerischen Positionen wider. Im Gespräch mit der Kunstexpertin Dr. Kate Brehme sprechen sie über die Hintergründe, Konzepte und Ausdrucksformen ihrer Arbeiten. Welche Fragen treiben sie an – und wie finden diese ihren künstlerischen Ausdruck?
Im Anschluss an kurze Impulsvorträge werden Fragen aus dem Publikum aufgegriffen und gemeinsam mit den Künstler*innen weitergedacht. So entsteht Raum für einen künstlerischen Austausch, der selten möglich ist, weil räumliche Distanzen und mangelnde Barrierefreiheit Begegnungen häufig erschweren.
Referent*innen
Katrin Bittl, 1994 in München geboren, studierte sie bis 2023 an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Arbeit dekonstruiert Körper- und Handlungsnormen und untersucht die Körperwahrnehmung von Frauen mit Behinderungen mittels Selbstportraits und Videoperformances. Dabei nutzt sie Alltagsgegenstände und Pflegehilfsmittel, verknüpft Körper und Pflanzenwelt und thematisiert Care-Arbeit, Fürsorge und Leistungsideale.
Zorka Lednárová, 1976 in Bratislava geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Bratislava. Nach Studien in Bratislava, Hangzhou, Kiel und einem Master am Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin realisierte sie zahlreiche internationale Ausstellungen und erhielt mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Von 2007 bis 2015 leitete sie den Projektraum OKK/Raum 29 in der Kolonie Wedding in Berlin
Kate Brehme ist eine behinderte, freiberufliche Kuratorin, Forscherin und Kunstvermittlerin, deren Arbeit sich mit Access Aesthetics und Crip Joy beschäftigt. Sie lebt in Berlin, kuratiert dort internationale und lokale Projekte und ist Mitbegründerin von Berlinklusion, einem Netzwerk für Inklusion in den Künsten.
Zielgruppe und Teilnahme
- Künstler*innen und Kulturtätige mit Behinderung und chronischen Erkrankungen
- Institutionen mit künstlerischen Vermittlungsprogrammen
- Alle Interessierten sind willkommen.
- Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
- Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich (Anmeldeformular siehe unten).
- Die Veranstaltung findet nur statt, wenn mindestens 5 Anmeldungen vorliegen.
- Alle Teilnehmenden erhalten im Voraus per E-Mail einen Zugangslink, über den sie an der digitalen Veranstaltung teilnehmen können.
Teilnahmegebühr
- 45 Euro für Kulturakteur*innen mit Tätigkeitsschwerpunkt in Sachsen
- 90 Euro für Kulturakteur*innen mit Tätigkeitsschwerpunkt außerhalb Sachsens
- 180 Euro für Teilnehmende, die die Inhalte im Rahmen wirtschaftlicher Interessen nutzen
- 22,50 Euro für Mitglieder des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e. V.
- Kostenfrei für Mitglieder des Runden Tisches sowie für Teilnehmende der Prozessbegleitung.
Barrierefreiheit
- Die Veranstaltung findet in einer entspannten und wertschätzenden Atmosphäre statt. Wir freuen uns, wenn Sie den Referent*innen Ihre Aufmerksamkeit schenken und – wenn möglich – Ihre Kamera einschalten. Während der Vortragsphasen können Sie je nach Wohlbefinden selbst entscheiden, ob Ihre Kamera an- oder ausgeschaltet ist. Die Teilnahme ist selbstverständlich in jeder für Sie angenehmen Position möglich (sitzend, liegend oder stehend).
- Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Anmeldung mit, welche Bedarfe Sie in Bezug auf die Barrierefreiheit der Veranstaltung haben z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen, frühzeitige Zusendung von Unterlagen, Unterstützung bei der Nutzung der Technik
- Die Veranstaltung wird via ZOOM angeboten. Unter anderem stehen folgende Barrierefreiheitsfunktionen zur Verfügung: Screenreader‑Unterstützung, vollständige Tastaturbedienung, anpassbare Anzeigeoptionen (z. B. Schriftgröße im Chat und in Untertiteln), Live‑Untertitel und Transkriptionsfunktionen sowie Spotlight‑ und Multi‑Pin‑Optionen, mit denen z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen dauerhaft sichtbar bleiben können.
- Weitere Informationen zur Barrierefreiheit bei ZOOM erhalten Sie über ZOOM Barrierefreiheits FAQs
Technische Unterstützung
- Für die Teilnahme benötigen Teilnehmende ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet, Handy etc.) mit Kamera- und Mikrofonfunktion und gutes Internet.
- Sie können bereits 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung dem Meeting beitreten und die einzelnen Funktionen testen.
- Sollten Sie Hilfe benötigen, dann melden Sie sich bitte bei der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich per Mail bei Matthias Franke franke@soziokultur-sachsen.de oder per Telefon 0351 – 802 17 69
Kontakt
Matthias Franke
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Alaunstr. 9 | 01099 Dresden
T: 0351 – 802 17 69 | E: inklusion@soziokultur-sachsen.de
Web: www.inklusion-kultur.de
Förderhinweis
Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V., wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Anmeldung
Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung ist kostenpflichtig. Die Teilnahmegebühren finden Sie ausschließlich in der Veranstaltungsankündigung (siehe oben).
In der Anmeldemaske (siehe unten) wählen Sie lediglich Ihr Tätigkeitsfeld aus; dort werden keine Preise angezeigt.