Inklusion

Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. Innerhalb einer Gesellschaft sind die Bedingungen so zu gestalten, dass sie der Vielfalt menschlicher Lebenslagen von vornherein gerecht werden. Nicht der Mensch soll »passend gemacht« werden, um ihn in die Gesellschaft zu integrieren, sondern die Gesellschaft soll so gestaltet werden, dass jeder Mensch daran teilnehmen kann. Insofern ist nicht die körperliche Beeinträchtigung an sich der behindernde Faktor, sondern Strukturen wie z.B. die nicht vorhandene Barrierefreiheit, aber auch Kultur und Sprache, die das Bild von behinderten Menschen in der Öffentlichkeit prägen, können eine Teilhabe auf Augenhöhe behindern.

Inklusion betrifft also alle Menschen und ist demnach nicht als ein zukünftig zu erreichender Zustand zu verstehen, sondern vielmehr als permanente Aufgabe des »kompetenten Umgangs mit Vielfalt«.

Vier Schauspielerinnen des farbwerk e.V. bei der Probe. Sie werfen Schneeflocken in die Luft und freuen sich darüber, wie sie vor ihren Gesichtern wieder zu Boden fallen.
© Nora Schott, farbwerk e.V.

Deutschland unterzeichnete im März 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention und bekundete damit den Willen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte und bedarfsgerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Artikel 30 dieser Konvention legt das Recht auf die Teilhabe am kulturellen Leben, Erholung, Freizeit und Sport fest. Menschen mit Behinderungen sollen Chancen und Zugänge erhalten, um ihr kreatives und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen.