- Datum
- 30.3.2026 10:00 Uhr - 12:00 Uhr
- Ort
- Online via ZOOM
Von der Sichtbarmachung der Unsichtbarkeit – die künstlerische Position von Ronja Sommer
Inhalt
Sichtbar zu werden und Aufmerksamkeit für die eigene künstlerische Arbeit zu gewinnen, ist oft eine Herausforderung. Es braucht Ausdauer, gute Ideen und viel Energie. Gemeinsamkeiten zu entdecken und Kooperationen zu suchen, kann dabei für alle Beteiligten bereichernd sein. Dieses Seminar bietet Raum, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Verbindungen zu knüpfen – denn Sichtbarkeit entsteht nicht allein, sondern im Dialog. In diesem Seminar soll ein Raum entstehen, um über künstlerische Prozesse nachzudenken, welche politische Themen verhandeln, die sich indirekt oder direkt auch mit der Geschichte des Lebens von Menschen mit Behinderung in Verbindung bringen lassen. Vielleicht gibt es aber auch gegenseitiges Interesse an einer künstlerischen Zusammenarbeit.
Methoden
Ronja Sommer wird in einem Vortrag Einblicke in ihre künstlerische Praxis, ihre Recherchemethoden und den Weg von der Idee bis zur Umsetzung geben. Gemeinsam wollen wir darüber ins Gespräch kommen, wie Geschichte und Gegenwart um „das Unsichtbare“ kreisen – und was das für unser künstlerisches Denken und Handeln bedeutet. Ob verdrängte Vergangenheit oder internalisierter Ableismus: das erschreckend ungreifbare unserer Erfahrungen kann ein wertvoller Anlass für künstlerische Arbeit sein.
Lernergebnis
Am Ende des Seminars kennen die Teilnehmenden:
- Ein weiteres Puzzlestück in der „Geschichte der Behinderung“
- Ein künstlerisches Werk außerhalb der Disability Studies, welches dennoch viele Schnittmengen aufweist
- Möglichkeiten und Perspektiven künstlerischer Zusammenarbeit
- Impulse für die eigene Vermittlungsarbeit / künstlerische Arbeit.
Referent*in
Ronja Sommer (1991, Dresden) ist Künstlerin, Performerin, Bühnenbildnerin, Musikerin und Aktivistin. Ihre Arbeit verortet sich an der Schnittstelle von Kunst, Theater und Musik. Sie verbindet Körper, Stimme und Theorie zu einem dichten Zusammenspiel. Ihre Praxis ist recherchebasiert, ortsbezogen und kollaborativ. Sommer hat 2020 ihr Diplom an der Hochschule für Bildende Künste Dresden abgeschlossen und war Meisterschülerin der Klangkünstlerin Prof. Susan Philipsz. 2023 beendete sie ihren Master in Künstlerischer Forschung am Dutch Art Institute. In ihrer jüngsten theoretischen Arbeit fragt sie: Was kann Erinnerungskultur vom Schwitzen lernen?
Zielgruppe
- Künstler*innen und Kulturtätige mit Behinderung und chronischen Erkrankungen
- Institutionen mit künstlerischen Vermittlungsprogrammen
- alle Interessierten sind willkommen
Teilnahmegebühr
- Die Teilnahme ist für sächsische Kulturakteur*innen kostenfrei
- Für Teilnehmer*innen aus anderen Bundesländern erheben wir einen Teilnahmebeitrag von 45,00 EURO
Teilnahme
- Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
- Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich (Anmeldeformular siehe unten); alle Teilnehmenden erhalten im Vorfeld per E‑Mail einen Zugangslink, über den sie die digitale Veranstaltung besuchen können.
- Die Veranstaltung wird über die Plattform Zoom angeboten, ein eigenes Nutzerkonto ist für die Teilnahme nicht erforderlich.
- Für eine schrittweise Anleitung zum Beitritt zu einem Zoom‑Meeting, können Sie sich vorab hier informieren: Beitreten – So geht’s.
- Der Workshop findet online als relaxte Veranstaltung statt.
- Teilnehmende können sitzend oder liegend teilnehmen, sich bewegen und zusätzliche Pausen nehmen – so, wie es für jede*n passt.
- Jede Form der Aufmerksamkeit ist willkommen.
- Teilnehmende sind eingeladen, sich mit allem zu versorgen, was dabei hilft, gut folgen zu können: Stim Toys, Snacks, Getränke, gemütliche Kleidung.
- Die Kamera muss nicht durchgehend an sein.
Digitale Teilnahmevoraussetzungen
- Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet, Smartphone o. Ä.) mit Kamera- und Mikrofonfunktion sowie eine stabile Internetverbindung (mindestens ca. 5 Mbit/s im Up‑ und Download werden empfohlen).
- Bitte sorgen Sie während der Videokonferenz für eine ruhige Umgebung und nutzen Sie nach Möglichkeit ein Headset, um Rückkopplungen und Hintergrundgeräusche zu vermeiden.
- Testen Sie vorab Ihre Internetverbindung (z. B. über einen Geschwindigkeitstest) sowie Ihre Audio- und Videofunktion (z. B. unter https://zoom.us/test), wählen Sie einen neutralen, nicht ablenkenden Hintergrund und probieren Sie die wichtigsten Zoom‑Funktionen (Mikro an/aus, Kamera an/aus, Chat, Ansichten) aus.
Datenschutz und Privatsphäre
- Es erfolgt keine Aufzeichnung oder Speicherung der Veranstaltung durch den Anbieter.
- Es ist nicht gestattet, Audio‑, Video‑ oder Bildschirmaufnahmen wie z.B. Screenshots und Handy-Fotos für Social Media anzufertigen. Bitte achten Sie darauf, dass die Privatsphäre der anderen Teilnehmenden gewahrt bleibt.
- Bei Verstößen behalten wir uns vor, Sie von der Veranstaltung auszuschließen oder Ihre Teilnahme zu beschränken.
- Bitte achten Sie darauf, dass Ihr vollständiger Name bei Zoom angezeigt wird, damit wir die Teilnahme zuordnen können.
Barrierefreiheit der Veranstaltung
- Wir gestalten unsere Veranstaltungen so barrierefrei wie möglich.
- Über die Plattform Zoom stehen dafür unter anderem folgende Funktionen zur Verfügung: Screenreader‑Unterstützung, vollständige Tastaturbedienung, anpassbare Anzeigeoptionen (z. B. Schriftgröße im Chat und in Untertiteln), Live‑Untertitel und Transkriptionsfunktionen sowie Spotlight‑ und Multi‑Pin‑Optionen, mit denen z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen dauerhaft sichtbar bleiben können.
- Weitere Informationen zur Barrierefreiheit bei Zoom erhalten Sie über die Zoom Barrierefreiheits‑FAQs.
- Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Anmeldung mit, welche weiteren Bedarfe Sie in Bezug auf die Barrierefreiheit der Veranstaltung haben (z. B. Gebärdensprachdolmetscher*innen, frühzeitige Zusendung von Unterlagen, besondere Unterstützung bei der Nutzung der Technik).
Kontakt
Matthias Franke
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Alaunstr. 9 | 01099 Dresden
T: 0351 – 802 17 69 | E: inklusion@soziokultur-sachsen.de
Web: www.inklusion-kultur.de
Förderhinweis
Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V., wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.