Wer darf wen auf der Bühne repräsentieren?

Datum
7.3.2020 09:00 Uhr - 18:00 Uhr Anmeldeschluss: 24.1.2020
Kosten
75€
Ort
Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel
Adresse
Gästehaus, Rosenwall 17
38300 Wolfenbüttel
Anbieter
Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel in Kooperation mit ASSITEJ
Anmeldung An der Termin „Wer darf wen auf der Bühne repräsentieren?” (extern)

Diversitysensibel arbeiten

Für alle, die in den Darstellenden Künsten tätig sind, ist das Zusammenarbeiten mit heterogenen, vielfältigen Gruppen Alltag. Die Diversität der Akteur_innen bedeutet großartiges künstlerisches Potential. Einerseits. Anderseits erleben wir, wie sehr es Leitungsteams und Ensembles immer noch an Diversity-Kompetenz mangelt, um Rassismus, Xenophobie und Diskriminierung im Theaterarbeitsalltag begegnen zu können. Viele KollegInnen sind inzwischen sensibilisiert, gleichzeitig nimmt die Verunsicherung zu, die sich in Fragen wie »Dürfen dann jetzt nur noch Schwarze Schwarze spielen?« äußert. Die Frage, wer wen auf der Bühne repräsentieren darf, hat u.a. mit strukturellen Machtgefügen am Theater und ihrer Geschichte zu tun und auch damit, dass es Zeit braucht, die Sehgewohnheiten des Publikums zu verändern.

Ziele des Workshops:

  • Selbstreflexion: Sich des eigenen Weißseins bewusst werden und erkennen, welche Bedeutung es für unsere tägliche Handlungspraxis hat.
  • Metaperspektive: Einen Überblick über den aktuellen Diskurs erhalten.
  • Austausch: Im Gespräch mit den Referierenden und der Gruppe eine informierte eigene Haltung entwickeln.
  • Beratung: Erfahren, wie jede und jeder Einzelne in ihrem/seinen Arbeitskontext zum Thema weiterarbeiten kann.

Zielgruppe:

Der Werkstatttag richtet sich an KollegInnen aller Sparten und Berufe, die im Theater für Junges Publikum arbeiten, d.h. nicht nur die künstlerischen Abteilungen, sondern auch PR/Marketing, Verwaltung, Disposition u.a.

ReferentInnen:

Stephen Lawson ist Steinmetz und Bildhauer. Mit seiner Kunst aus Holz und Stein berührt er seit über dreißig Jahren die Menschen. Seit 2016 leitet er als Co-Trainer, rassismuskritischer und aktivistischer Bildungsreferent zusammen mit Tupoka Ogette Workshops. www.delifesign.com.

Ogette Tupoka ist bundesweite und langjährige Aktivistin und Rassismus-Expertin. In dieser Funktion leitet sie Workshops, Fortbildungen und Trainings. Dazu ist sie als Trainerin, Prozessbegleiterin und Beraterin tätig. Sie Autorin des Buches „exit Racism. Rassismuskritisch denken lernen.“ Studierte Afrikanisten und Wirtschaftswissenschaftlerin. www.tupokaogette.de