Werkstatt Inklusion! Wie beginnen? Fünf Berichte aus der Praxis

Datum
17.3.2022 10:00 Uhr - 12:00 Uhr
Ort
Online-Seminar via ZOOM
Anbieter
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich

Inhalt

Wie fange ich mit Inklusion in der Arbeit und der eigenen Einrichtung an? Gründe dafür gibt es genügend: Sie entsprechen damit gesetzlichen Verpflichtungen, werden Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht, verbessern Ihre Publikumsentwicklung und gewinnen neue Perspektiven. Letztlich bietet Inklusion einen Mehrwert für alle Menschen, so dass die Potentiale von Kunst und Kultur besser entfaltet werden können.
Diese vielfältigen Gründe können jedoch schnell das Gefühl erzeugen, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Mit dieser Werkstatt Inklusion! Möchten wir alle Akteure aus dem sächsischen Kulturbereich ermutigen, ganz praktisch mit kleinen Schritten zu beginnen. Dazu haben wir MitarbeiterInnen aus Kultureinrichtungen eigeladen, über ihre Erfahrungen vom Beginnen zu berichten und ihre Arbeit vorzustellen.

 

ExpertInnnen

Winnie Karnofka ist seit September 2020 als Intendantin am Theater der Jungen Welt (TDJW) in Leipzig tätig. Sie möchte mit dem Team des Theaters das Thema inklusives Theater stärker in den Vordergrund stellen. Ein sichtbares Ergebnis war das Festival „Turbo“ im Juni 2021, Das erste inklusive Tanz- und Theaterfestival für junges Publikum.
Wir möchten von ihr wissen, wie (aus ihrer Leitungsperspektive) das Thema Inklusion im Kulturbetrieb initiert werden kann.

Carolin Rothmund ist die Leiterin der Kunstvermittlung am Museum der bildenden Künste (MdbK) in Leipzig. Das MdbK hat das Ziel ein offenes, inklusives Museum zu werden. Dazu wurde unter Federführung der Kunstvermittlung ein Inklusions-Beirat für das Haus gegründet. Ein Ergebnis dieser Arbeit sind unter anderem sieben Medienstationen „MdbK [hubs]“.
Wir möchten von ihren praktischen Erfahrungen hören, wie eine Abteilung das Thema Inklusion prominent in der Kultureinrichtung platziert und beginnt Kooperationspartner zu finden sowie Projekte zu starten.

Maria Schöne ist als Museumspädagogin in der Energiefabrik Knappenrode in Hoyerswerda tätig. 2020 wurde das Museum nach einer mehrjährigen Umbauphase wiedereröffnet. Maria Schöne nutzte die Zeit um das Haus barriereärmer und inklusiver werden zu lassen.
Wir möchten ihre ersten Schritte auf diesem Weg kennenlernen und fragen was sie KollegInnen anderer Institutionen raten bzw. von was sie ihnen abraten würde.

Christopher Utpadel übernahm im August 2021 im Festspielhaus HELLERAU in Dresden die Leitung für „Audience Development, Kulturelle Bildung, Netzwerke“. Zuvor war er an der inklusionsorientierten Aufstellung des Museums der bildenden Künste in Leipzig beteiligt. Im Festspielhaus HELLERAU hatte sich seit längerem eine AG Inklusion und ein umfangreiches Netzwerk gebildet, so dass er nun seine Expertise aus Leipzig mit den vorhandenen Wissen in Dresden zusammenbringen kann.
Wir möchten mehr über seine ersten Arbeitsschritte im Festspielhaus HELLERAU erfahren und gemeinsam mit Carolin Rothmund auf seine Anfänge im MdbK Leipzig zurückblicken.

Frauke Wetzel arbeitet für den ASA-FF e.V. in Chemnitz als Projektleiterin für “Internationales und Wirkung nun – neue unentd_ckte narrative”. Sie berät Kulturproduktionen und organisiert Bildungsreisen sowie Workshops. Zuvor war sie unter anderem im Bereich Audience Development im Festspielhaus HELLERAU tätig. Dort war sie für die Verankerung des Themas Inklusion zuständig. Eine Aufgabe, die sie auch in ihren weiteren Tätigkeiten übernahm, so dass sie öfter vor der Frage „Inklusion – wie fange ich an?“ stand.
Wir möchten am Beispiel ihrer bisherigen Tätigkeiten erfahren, wie sie jeweils mit dem Thema Inklusion angefangen hat.

 

Ablauf

  • Begrüßung
  • Erfahrungsberichte (ExpertInnen)
  • Zusammenfassung gemeinsamer Punkte (Servicestelle Inklusion)
  • Rückfragen, Austausch und Gespräch

 

Veranstaltungsreihe Werkstatt Inklusion!

Mit der Veranstaltungsreihe Werkstatt Inklusion! bietet die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich jeden Monat ein festes Beratungs- und Austauschformat für alle AkteurInnen des sächsischen Kulturbereiches an. Ziel ist ein unkomplizierter, praxisnaher Austausch und eine landesweite Vernetzung unter den KollegInnen. Für ein spezifisches Thema laden wir ExpertInnen und PraktikerInnen ein, die zunächst ihre Erfahrungen und Erkenntnisse präsentieren. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

 

Teilnahme

Das Online-Werkstattgespräch richtet sich an alle interessierten sächsischen Kulturschaffenden, die das Thema Inklusion im Kulturbereich voranbringen wollen. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Plätze in unseren Veranstaltungen zunächst an Interessierte aus Sachsen vergeben. Sollten jedoch freie Plätze zur Verfügung stehen, dann öffnen wir gern den Kreis der Teilnehmenden.

Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich (Anmeldeformular siehe unten). Die Veranstaltung wird über die Plattform Zoom angeboten. Alle TeilnehmerInnen erhalten dazu im Voraus per E-Mail einen Zugangslink, über den sie das digitale Werkstattgespräch besuchen können. Für die Teilnahme benötigen Teilnehmende ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet, Handy etc.) mit Kamera- und Mikrofonfunktion und gutes Internet. Die Teilnahme ist kostenfrei.  Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist.

 

Barrierefreiheit

Wir sind bemüht, unsere Veranstaltungen so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Die Plattform Zoom, über welche die Veranstaltung laufen wird, unterstützt die Verwendung von Screenreadern und die Steuerung über die Tastatur. Bitte geben Sie uns bei Ihrer Anmeldung Bescheid, welche weiteren Bedarfe Sie in Bezug auf die Barrierefreiheit des Angebotes haben z.B. GebärdensprachdolmetscherInnen. Füllen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Anmeldeformular aus.

 

Technische Unterstützung

Sie können bereits 10 Minuten vor Beginn des Webinars dem ZOOM-Meeting beitreten und die einzelnen Funktionen testen. Sollten Sie Hilfe benötigen, dann melden Sie sich bitte bei der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich per Mail bei Matthias Franke franke@soziokultur-sachsen.de oder per Telefon 0351 – 802 17 69.

 

Kontakt

Matthias Franke
Servicestelle Inklusion im Kulturbereich
c/o Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Alaunstr. 9 | 01099 Dresden
T: 0351 – 802 17 69 | E: inklusion@soziokultur-sachsen.de
Web: www.inklusion-kultur.de

 

Förderhinweis

Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V., wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.