Immer mehr Kulturinstitutionen und Kulturakteur:innen in Sachsen wollen inklusiver werden. Mit den folgenden Veranstaltungen möchten wir Sie bei der praxisorientierten Umsetzung Ihrer inklusiven Vorhaben unterstützen. Ihr Thema ist nicht dabei? Sprechen Sie uns an und wir konzipieren einen Workshop, zugeschnitten auf Ihre Fragen. Oder buchen Sie eine Inhouse-Schulung für Ihr Team!
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Open Workshop „Gebärdensprache und Gesang“
Weiterbildung
Datum
6.6.2026 - 7.6.2026
10:00 Uhr - 16:00 Uhr
Ort
Institut für Theaterwissenschaft, Leipzig
Anbieter
Institut für Theaterwissenschaft, Universität Leipzig
Der Workshop bringt Musiktheater und Gehörlosenkultur zusammen, die bislang selten aufeinandertreffen. Er hinterfragt die verbreitete Annahme, dass Taubheit und Musik unvereinbar seien, und macht visuelle Formen von Rhythmus und Performance aus der Gehörlosenkultur erfahrbar. Praktisch erproben die Teilnehmenden die Verbindung von Gesang und Gebärdensprache und reflektieren Herausforderungen und künstlerische Potenziale dieser gleichzeitigen Zweisprachigkeit. Zudem geht es um Zugänge für taube Performer*innen zum Musiktheater sowie um einen sensiblen, respektvollen Umgang mit Gehörlosenkultur und Fragen kultureller Aneignung im Kulturbetrieb.
Der Workshop vertieft die Entwicklung einer konsistenten und glaubwürdigen Kommunikation über Behinderung. Teilnehmende definieren Kommunikationsziele, schärfen ihre Ansprache und entwickeln differenzierte Text- und Bildstrategien. Ziel ist eine praxisnahe Umsetzung: passende Kanäle, Formate und Tonalitäten für unterschiedliche Zielgruppen werden strategisch ausgewählt und angewendet.
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Aufbau)
In diesem Seminar vertiefen wir anti-ableistische Konzepte, die für Kuration und Vermittlung im Kulturbereich relevant sind, wie Crip Time, Aesthetics of Access und Access Rider. Die Teilnehmenden reflektieren eigene geplante oder bereits laufende Programme und Projekte. Im Fokus steht die Fähigkeit, aus dieser Reflexion konkrete Kriterien und erste Handlungsstrategien für eine eigene inklusive Programm- und Vermittlungspraxis zu entwickeln.