Immer mehr Kulturinstitutionen und Kulturakteur:innen in Sachsen wollen inklusiver werden. Mit den folgenden Veranstaltungen möchten wir Sie bei der praxisorientierten Umsetzung Ihrer inklusiven Vorhaben unterstützen. Ihr Thema ist nicht dabei? Sprechen Sie uns an und wir konzipieren einen Workshop, zugeschnitten auf Ihre Fragen. Oder buchen Sie eine Inhouse-Schulung für Ihr Team!
Wir veröffentlichen hier auch Termine anderer Anbieter. Für nähere Informationen werden Sie auf eine externe Seite weitergeleitet.
Der Workshop vermittelt Grundlagen inklusiver Kunst- und Kulturpraxis. Er klärt zentrale Begriffe wie Inklusion, Diversität und Teilhabe, erläutert Modelle von Behinderung sowie rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und thematisiert Barrieren. Reflexionseinheiten helfen, eigene Haltungen und Strukturen zu hinterfragen und Handlungsspielräume für mehr Barrierefreiheit in der eigenen Organisation zu entwickeln.
Von der Sichtbarmachung der Unsichtbarkeit – die künstlerische Position von Ronja Sommer
Viele Künstler*innen mit Behinderung suchen Ausdrucksformen für ihre Erfahrungen und hinterfragen dabei gesellschaftliche Strukturen. Die Dresdner Künstlerin Ronja Sommer macht das Unsichtbare sichtbar: von Zwangsarbeiter*innen bei Radio Mende bis zu NS-„Euthanasie“-Verbrechen. In der Veranstaltung stellt sie ihre Recherche vor und diskutiert Zugänge zu diesen Themen.
Künstler*innen mit Behinderungen: Persönliche Werdegänge und die Rolle inklusiver Kulturinstitutionen
Künstler*innen mit Behinderungen teilen Herausforderungen und Erfolge und zeigen auf, wie inklusive Produktionsstätten sie in ihrem kreativen Schaffen unterstützen, eine Professionalisierung abseits von Akademien ermöglichen und wie im wechselseitigen Lernen neue künstlerische Positionen entstehen. Es wird Zeit für Fragen an die Referierenden geben.
Zusammenarbeit von behinderten und nichtbehinderten Kulturschaffenden
Eine praxisnahe Einführung in ableismuskritische Zusammenarbeit in künstlerischen Teams und Betriebsbüros, inkl. Grundlagen zu Anti-Ableismus, Access Ridern und entspannter Online-Teilnahme.
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Basis)
In diesem Seminar wird ein diskriminierungskritischer Blick auf Kuration und Vermittlungsarbeit gerichtet. Was bedeutet es, Inklusion bei der Programmplanung einer Kultureinrichtung von Anfang an konsequent mitzudenken? Wie wirkt sich ein inklusionsorientierter Ansatz auf Inhalte, Zugänge, Vermittlungsmethoden und Arbeitsweisen aus? Die Teilnehmenden analysieren ableistische Strukturen und Narrative und hinterfragen tradierte ästhetische Normen im Kulturbetrieb.
Anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich (Basis)
Das Seminar beschäftigt sich mit Ableismus im Arbeitskontext von Kulturinstitutionen. Im Fokus stehen Crip Time, Aesthetics of Access und der Umgang mit Access Requirements in künstlerischen Produktionsprozessen. Die Teilnehmenden reflektieren bestehende Arbeitsstrukturen und entwickeln Ansätze für eine barrierefreie und anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich.
Wie prägen gelebte Behinderungserfahrungen künstlerische Praxis? Und welches Potenzial steckt in Disabled Leadership? Dafür habt Un-Label gleich mehrere internationale Größen aus Tanz und Theater eingeladen: Den Einstieg in die Thematik geben Jo Verrent, Leiterin der disabled-led Kunstorganisation Unlimited (UK) und Eyk Kauly (D), Schauspieler, Performer, Deaf Coach und Künstlerischer Leiter des Deutschen Gehörlosentheaters. Danach könnt ihr aus zwei Workshops wählen: Entweder zwei Tage Theater-Workshop mit Laura Guthrie von der international gefeierten, disabled-led TheaterkompanieGraeae Theatre Company (UK) oder zwei Tage Tanz-Workshop mit der behinderten Tänzerin, Dozentin und Wissenschaftlerin Dr. Kate Marsh (UK) mit über 20jähriger Expertise.
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Aufbau)
In diesem Seminar vertiefen wir anti-ableistische Konzepte, die für Kuration und Vermittlung im Kulturbereich relevant sind, wie Crip Time, Aesthetics of Access und Access Rider. Die Teilnehmenden reflektieren eigene geplante oder bereits laufende Programme und Projekte. Im Fokus steht die Fähigkeit, aus dieser Reflexion konkrete Kriterien und erste Handlungsstrategien für eine eigene inklusive Programm- und Vermittlungspraxis zu entwickeln.