Immer mehr Kulturinstitutionen und Kulturakteur:innen in Sachsen wollen inklusiver werden. Mit den folgenden Veranstaltungen möchten wir Sie bei der praxisorientierten Umsetzung Ihrer inklusiven Vorhaben unterstützen. Ihr Thema ist nicht dabei? Sprechen Sie uns an und wir konzipieren einen Workshop, zugeschnitten auf Ihre Fragen. Oder buchen Sie eine Inhouse-Schulung für Ihr Team!
Wir veröffentlichen hier auch Termine anderer Anbieter. Für nähere Informationen werden Sie auf eine externe Seite weitergeleitet.
Zusammenarbeit von behinderten und nichtbehinderten Kulturschaffenden
Eine praxisnahe Einführung in ableismuskritische Zusammenarbeit in künstlerischen Teams und Betriebsbüros, inkl. Grundlagen zu Anti-Ableismus, Access Ridern und entspannter Online-Teilnahme.
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Basis)
In diesem Seminar wird ein diskriminierungskritischer Blick auf Kuration und Vermittlungsarbeit gerichtet. Was bedeutet es, Inklusion bei der Programmplanung einer Kultureinrichtung von Anfang an konsequent mitzudenken? Wie wirkt sich ein inklusionsorientierter Ansatz auf Inhalte, Zugänge, Vermittlungsmethoden und Arbeitsweisen aus? Die Teilnehmenden analysieren ableistische Strukturen und Narrative und hinterfragen tradierte ästhetische Normen im Kulturbetrieb.
Anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich (Basis)
Das Seminar beschäftigt sich mit Ableismus im Arbeitskontext von Kulturinstitutionen. Im Fokus stehen Crip Time, Aesthetics of Access und der Umgang mit Access Requirements in künstlerischen Produktionsprozessen. Die Teilnehmenden reflektieren bestehende Arbeitsstrukturen und entwickeln Ansätze für eine barrierefreie und anti-ableistische Arbeitskultur im Kulturbereich.
Wie prägen gelebte Behinderungserfahrungen künstlerische Praxis? Und welches Potenzial steckt in Disabled Leadership? Dafür habt Un-Label gleich mehrere internationale Größen aus Tanz und Theater eingeladen: Den Einstieg in die Thematik geben Jo Verrent, Leiterin der disabled-led Kunstorganisation Unlimited (UK) und Eyk Kauly (D), Schauspieler, Performer, Deaf Coach und Künstlerischer Leiter des Deutschen Gehörlosentheaters. Danach könnt ihr aus zwei Workshops wählen: Entweder zwei Tage Theater-Workshop mit Laura Guthrie von der international gefeierten, disabled-led TheaterkompanieGraeae Theatre Company (UK) oder zwei Tage Tanz-Workshop mit der behinderten Tänzerin, Dozentin und Wissenschaftlerin Dr. Kate Marsh (UK) mit über 20jähriger Expertise.
Das Seminar vermittelt praxisnahe Kompetenzen für eine reflektierte und differenzierte Kommunikation über Behinderung. Teilnehmende analysieren eigene Kommunikationsmuster, hinterfragen implizite Botschaften und entwickeln ein präziseres Verständnis vielfältiger Zielgruppen. Ziel ist eine klarere, sensiblere und zugleich zielgruppenorientierte Ansprache, die Stereotype vermeidet und institutionelle Kommunikation nachhaltig verbessert.
Der Workshop vertieft die Entwicklung einer konsistenten und glaubwürdigen Kommunikation über Behinderung. Teilnehmende definieren Kommunikationsziele, schärfen ihre Ansprache und entwickeln differenzierte Text- und Bildstrategien. Ziel ist eine praxisnahe Umsetzung: passende Kanäle, Formate und Tonalitäten für unterschiedliche Zielgruppen werden strategisch ausgewählt und angewendet.
Inklusion in Programm und Vermittlung in Kultureinrichtungen (Aufbau)
In diesem Seminar vertiefen wir anti-ableistische Konzepte, die für Kuration und Vermittlung im Kulturbereich relevant sind, wie Crip Time, Aesthetics of Access und Access Rider. Die Teilnehmenden reflektieren eigene geplante oder bereits laufende Programme und Projekte. Im Fokus steht die Fähigkeit, aus dieser Reflexion konkrete Kriterien und erste Handlungsstrategien für eine eigene inklusive Programm- und Vermittlungspraxis zu entwickeln.