Immer mehr Kulturinstitutionen und Kulturakteur:innen in Sachsen wollen inklusiver werden. Mit den folgenden Veranstaltungen möchten wir Sie bei der praxisorientierten Umsetzung Ihrer inklusiven Vorhaben unterstützen. Ihr Thema ist nicht dabei? Sprechen Sie uns an und wir konzipieren einen Workshop, zugeschnitten auf Ihre Fragen. Oder buchen Sie eine Inhouse-Schulung für Ihr Team!
Wir veröffentlichen hier auch Termine anderer Anbieter. Für nähere Informationen werden Sie auf eine externe Seite weitergeleitet.
Zwischen Zuschreibung und Selbstbild – Othering im Kulturbetrieb
„Anderssein“ ist keine individuelle Eigenschaft, sondern entsteht oft im Blick anderer. Dieses Empowerment-Format lädt Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung dazu ein, Erfahrungen mit Othering und Zuschreibungen im Kulturbereich gemeinsam zu reflektieren. Ein Impulsvortrag von Bertolt Meyer (TU Chemnitz) eröffnet den gemeinsamen Austausch über Handlungsspielräume, Selbstbestimmung und Möglichkeiten, den Kulturbetrieb inklusiver zu gestalten.
Zwischen Repräsentation und Othering – Was sagt die Psychologie dazu?
Wie können Kulturinstitutionen Vielfalt sichtbar machen, ohne Othering zu reproduzieren? Ausgehend von Bertolt Meyers Buch „Anders: Was wir aus der Psychologie über den Umgang mit Unterschieden lernen können“ verbindet die Veranstaltung sozialpsychologische Perspektiven mit Praxiserfahrungen und vermittelt Impulse für diskriminierungssensible Programmentscheidungen im Kulturbetrieb.
Eine Einführung in das Konzept Crip Time für Kulturorganisationen sowie Kulturschaffende mit und ohne Behinderung, die ihre Praxis reflektieren und inklusivere Arbeitsmodelle entwickeln möchten.
Workshop zur Förderrichtlinie „Selbstbestimmte Teilhabe“
Weiterbildung
Datum
9.11.2026
13:00 Uhr - 16:00 Uhr
Ort
Online und vor Ort
Anbieter
Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die Förderrichtlinie unterstützt Maßnahmen, die Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe und eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen. Dazu zählen unter anderem Vorhaben zur Verbesserung der Barrierefreiheit, zur Bewusstseinsbildung sowie zur Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Leben. Damit kann die Förderung auch für Kulturakteurinnen und Kulturakteure relevant sein, die inklusive Projekte entwickeln.
Wie können Bibliotheken digitale Angebote zugänglicher gestalten und Barrieren abbauen? Das kostenfreie Online-Seminar von „Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ stellt praxisnahe Werkzeuge und Methoden vor, die digitale Teilhabe fördern und für Inklusion sensibilisieren.
NO LIMITS: Disability & Performing Arts Festival in Berlin
Das Festival präsentiert internationale Theater-, Tanz- und Performance-Produktionen behinderter, blinder, Tauber und chronisch kranker Künstler*innen sowie von Künstler*innen mit Lernschwierigkeiten.
In diesem Workshop richtet sich der Fokus auf erforderliche Grundlagen und Grundhaltungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Behinderung sowie auf praxisnahe und umsetzbare Ideen für unterschiedliche Kontexte der Kinder- und Jugendarbeit. Zudem erhalten die Teilnehmenden Einblicke in bestehende Projekte.
Vernetzungsforum. Musik und Demenz
Tagung
Datum
20.11.2026
10:00 Uhr - 17:30 Uhr
Ort
Leipzig
Anbieter
Bundesinitiative Musik & Demenz des Deutschen Musikrates
Ziel der Veranstaltung ist es, Akteurinnen und Akteure aus Altenhilfe, Kultur, Gesundheit, Politik und Verwaltung zu vernetzen und den Ausbau regionaler Netzwerke für qualifizierte musikbasierte Angebote für Menschen mit Demenz voranzubringen.
Sorge und Kulturelle Bildung – Ein Gespräch mit Akteur*innen aus NRW
Veranstaltung
Datum
26.11.2026
14:00 Uhr - 15:30 Uhr
Ort
Online
Anbieter
Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur (kubia)
Wie kann Sorgearbeit in Kunst und Kultur sichtbar werden und kulturelle Bildung dazu beitragen, solidarische Strukturen zu stärken? Das Kompetenzzentrum kubia lädt Akteur*innen aus NRW zu einem digitalen Austausch ein, in dem zwei Theaterprojekte aus dem Fonds „Kulturelle Bildung im Alter“ ihre Ansätze zu Care, Verbundenheit und gesellschaftlicher Verantwortung vorstellen.
Persönliches Budget: Ermessen des Amtes – Mit welchem Maß misst das Amt?
Das Seminar vermittelt die Grundlagen der Ermessensentscheidung beim Antrag auf persönliches Budget. Es erklärt, was „Ermessen“ im Verwaltungsrecht bedeutet, welche Grenzen gelten und wie Bescheide sowie Widersprüche fachlich begründet werden können. Im Mittelpunkt stehen rechtliche Klarheit, praktische Orientierung und mehr Sicherheit im Umgang mit dem Amt.