Kölner Ehrentheaterpreis für Gerda König

Die Jury, bestehend aus Ehrentheaterpreisträgerinnen der vergangenen Jahre, möchte mit Gerda König „eine Künstlerin auszeichnen, die seit vielen Jahren kontinuierlich, beharrlich und mit immer neuen Ideen und Impulsen den nationalen sowie internationalen Austausch von Künstlerinnen mit und ohne Handikap durch ihre unvergleichliche Arbeit fördert und vorantreibt“.

Gerda König war am 5. Oktober 2020 Podiumsmitglied der Veranstaltung “Perspektive Inklusion! Mixed-ability im Tanz: die Forward Dance Company stellt sich vor” (Kooperationspartner: Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächs. Universitäten und Hochschulen, Servicestelle FREIE SZENE, LOFFT-DAS THEATER, Runder Tisch für Kunst- und Kulturschaffende mit Behinderung)

Nach einem Studium der Psychologie begann sich Gerda König 1991 intensiv mit Tanz auseinanderzusetzen und gründete 1995 die DIN A 13 tanzcompany, international eines der wenigen Tanzensembles, deren Mitglieder sich aus Tänzer*innen mit und ohne körperliche Beeinträchtigungen zusammensetzt. Seitdem bereichern sie die Tanzwelt mit neuen ästhetischen Kategorien, die die gängigen Sehgewohnheiten im zeitgenössischen Tanz fortwährend herausfordern und hinterfragen.

Gerda König arbeitet von Beginn an als künstlerische Leiterin und Choreografin des Ensembles und inszenierte in Zusammenarbeit mit der Choreografin Gitta Roser 33 Produktionen, hiervon 25 abendfüllende, die auf internationalen Tanzfestivals in Europa, in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien gastierten. 2007 erhielt Gerda König für ihre Produktion “sex I.D“ den Kölner Tanztheaterpreis, für den sie weitere zwei Mal nominiert war. DIN A 13 feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen.

Der Kölner Ehrentheaterpreis ist mit 2.600 € dotiert. Das Preisgeld wird von NetCologne bereitgestellt. Die Übergabe findet im Dezember im Rahmen der „31. Kölner Tanz- und Theaterpreise“ statt.

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