Deutscher Kulturrat stärkt Inklusion
Nach dem 2018 erschienenen Dossier „Inklusion in Kultur und Medien“, widmet sich der Kulturrat in seinem Magazin Politik & Kultur nun erneut dem Thema Inklusion im Kulturbereich. In diesem Rahmen fordert der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, Inklusion endlich in die Chefetagen zu bringen: „Es ist immer noch so, dass Menschen mit Behinderungen ungleich mehr Hürden ausgesetzt sind, als Künstlerinnen und Künstler Fuß zu fassen oder an Kunst und Kulturveranstaltungen überhaupt erst teilhaben zu können. Das ist ungerecht. Wir brauchen deshalb eine Willkommenskultur für Menschen mit Behinderungen. Inklusion muss „Chefsache“ sein und darf nicht delegiert werden!“
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Herausgeber von Politik & Kultur, Olaf Zimmermann, sagte: „Die Beiträge in Politik & Kultur machen noch einmal deutlich, dass bei dem Thema Inklusion von Behinderten im Kulturbereich noch große Defizite bestehen. Der Anspruch einer Kultureinrichtung, für alle da zu sein, schließt ein, sich Gedanken darüber zu machen, wie wirklich alle Menschen – egal ob mit oder ohne Einschränkung – als Besucherinnen und Besucher, aber auch als aktive Künstlerin und Künstler willkommen geheißen werden können. Diese Aufgabe darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben oder aber als Nischenthema behandelt werden, denn alle Menschen haben das gleiche Recht, Kunst und Kultur zu machen oder zu genießen.“
Themen der Schwerpunktausgabe sind:
- Inklusive Kulturpolitik gestalten
- Art Brut: Außenseiterkunst aus Gugging
- Sprache und Erzählweisen: Vorurteile in der Berichterstattung
- Inklusive Sprache: Stottern & Leichte Sprache
- Inklusive Musikpädagogik
- Praxisbeispiel Berlinische Galerie: Wann ist ein Museum inklusiv?
- Design: Inklusion gestalten
- Mixed-abled-Tanz
- Kulturerbe & Inklusion
- Barrierefreies Lesen
- Inklusion im EU-Programm Kreatives Europa
- Sport als Vorbild für die Kultur?!
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kulturrates vom 30.08.2021
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